Über mich

Susanne Gerdom – Franziska Hille

Zwei Namen, eine Autorin.

Ich bin gebürtige Düsseldorferin, lebe mit meiner Familie und fünf Katzen seit einigen Jahren in einem kleinen Städtchen am Niederrhein und schreibe seit pi mal Daumen sechzehn Jahren Fantasy und Romance für Erwachsene und Jugendliche.

Mein erster Roman erschien 2000 beim Heyne-Verlag. „Ellorans Traum“ war mein erster Roman. („Ja, das sagtest du schon.“  – Nein, ich habe gesagt, dass er mein erster veröffentlichter Roman war. UND gleichzeitig mein erstes, jemals verfasstes Manuskript.)
Ich schreibe nun mal nicht schon seit Kindesbeinen. Ich habe keine Schubladen voller unvollendeter und unveröffentlichter Romane, Geschichten, Novellen und Kinderbücher. Ich bin nicht jahrelang mit meinen Manuskripten von Verlag zu Verlag getingelt, um endlich, endlich nach Jahren des Darbens und Verzweifelns, des Veröffentlichens bei Vanity-Verlagen, der Humpelei von Anthologiebeitrag zu Wettbewerbsveröffentlichung eines meiner vielen Kinder bei einem „richtigen“ Verlag gedruckt und veröffentlicht zu sehen.

Ich hatte riesiges, unglaubliches, unverdientes Schwein. Um es mal deutlich zu sagen.

Und dem Schwein laufe ich seither atemlos hinterher. Mein Learning-by-Doing, das ja die meisten AutorInnen im stillen Kämmerlein und mit Hilfe ihrer Schreibgruppen betreiben, passierte coram publico.

Jeder meiner Anfängerfehler ist peinlich dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich. Ich kann nichts vertuschen oder verbergen – nicht meine anfängliche Adjektivitis, die Zeit- und Perspektivesprünge und die durchdrehenden Protagonisten, die einfach machen, was sie wollen, nicht meine in der Mitte des Buches gerne mal durchhängenden Plots, meine Abschweifungen und Verirrungen, meinen Hang dazu, jeder Nebenfigur eine eigene, komplexe Geschichte mitzugeben … das alles kann man, wenn man sich die Mühe macht, meine Bücher chronologisch zu lesen, wunderbar verfolgen.
Ach, da hat sie es geschafft, ein paar Adjektive wegzulassen. Schau mal, hier hat sie gelernt, wie man Tempo macht. Da, jetzt kriegt sie es mit der Spannung langsam auf die Reihe. Ja, Applaus: Keine unvermittelten Rückblenden mehr und sie hat sogar mal zweihundert Seiten ein- und denselben Erzähler durchgehalten. Und nicht die Erzählperspektive gewechselt!

Avatar3Schreiben ist Handwerk. Ein Handwerk, das man lernen kann. Ich habe, wie beinahe alle meiner KollegInnen, einen Stapel Fachliteratur zu Hause, den ich eisern durchgearbeitet habe. Vieles davon war unterhaltsam, einiges lehrreich, manches sogar extrem nützlich.

Schon seit Jahren arbeite ich mit anderen AutorInnen – solchen, die gerade anfangen, sich mit dem Schreiben zu beschäftigen, bis hin zu KollegInnen mit eigenen Veröffentlichungen – daran, ihre Texte abzuklopfen, Schwächen zu eliminieren und Stärken herauszuarbeiten.
Das macht mir wirklich Spaß – und ich lerne dabei für mein eigenes Schreiben auch immer noch dazu.

Ich schreibe heute wie in jedem Jahr für meine Verlage und inzwischen auch für mich selbst – Self-Publishing ist der neueste heiße Scheiß unter AutorInnen –  und lerne bei jedem Projekt ein bisschen mehr über das Konstruieren und Schreiben von Romanen – und ich arbeite weiter mit anderen AutorInnen und gebe  ein bisschen von dem Gelernten an sie weiter. Denn Schreiben lernt man nur beim Schreiben … das ist und bleibt das Geheimnis des erfolgreichen Autors.

 

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